Stahlberger @ Kiff, Aarau
14. November 2009
Am Samstagabend finden sich einige Leute im Kiff Foyer ein und warten gespannt auf Stahlberger. Auch ich habe keine Ahnung was mich erwartet und lasse mich überraschen. Die Bühne ist vollgepackt mit Instrumenten. Fünf Männer gesellen sich dazu und Frontmann Manuel Stahlberger begrüsst uns im St. Gallerdialekt mit Berner Tempo. Wir amüsieren uns prächtig.
Viele von Stahlberger’s Texten empfinde ich als banale Alltagsgeschichten und doch denkt keiner je darüber nach. Aber Stahlberger schreibt Lieder über „Rohe Fenkel esse wie en Öpfel“ oder „Mit Luscht uf Fondue im August chasch öpis gwünne“. Zahlreiche komische Elemente bringen uns zum Schmunzeln. Immer wieder drehen sich die Liedtexte ums Essen und ums Zug fahren. Ja, er muss ein Zugliebhaber sein. So lassen sich auch seine Mini-Instrumente erklären.
Die Musik ist vielfältig. Unzählige Instrumente werden eingesetzt, was die Songs spannend macht. Für mich gibt es einiges zu entdecken. Fantastisch, jeder Ton wird live erzeugt, nichts kommt ab Computer.
Das Publikum wurde leider nicht wirklich einbezogen. Auch zwischen den Stücken zeigte sich Stahlberger eher wortkarg. So wurde das Konzert wie fernschauen. Einfach rein sitzen, zurück lehnen, zusehen.
Emotionslos, ohne eine Miene zu verziehen stand Stahlberger auf der Bühne und will uns weiss machen, dass „Autofahrer immer en Lätsch machet“. Und trotzdem sieht er es positiv, denn „Jede Scheiss isch e Chance“. Zur Zugabe treffen wir uns in der „Grüselbeiz“ und an der Grillparty unter dem Motto „Hüt wird de Nochber grilliert“.
Stahlberger’s Konzert war gemütlich, aber nicht mitreissend.
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